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News Zitatkampagne begleitet Tage des Exils 2021

Zitatkampagne begleitet Tage des Exils 2021

Ab 26. März ruft die Körber-Stiftung auf Plakaten, in Videos und sozialen Netzwerken das Thema Exil ins Bewusstsein der Hamburger*innen. Im Mittelpunkt der Zitatkampagne stehen drei Menschen, die aktuell in Deutschland im Exil leben.

Der türkische Journalist Can Dündar, die maledivische Menschenrechtsaktivistin Shahindha Ismail und der syrische Theatermacher Mohammed Ghunaim – alle drei haben ein Zitat einer während der NS-Zeit exilierten Person gewählt und ziehen Parallelen zu ihrer eigenen Situation. Die vierwöchige Kampagne begleitet die Veranstaltungsreihe „Tage des Exils“, die ab 6. April überwiegend digital stattfinden. Wir haben die Idee dazu entwickelt und gemeinsam mit dem Designpartner Groothuis unterstützen wir die Körber-Stiftung bei der Umsetzung. Eine erste Phase der Zitatkampagne lief bereits ab August 2020.

Tausende Menschen leben in Deutschland im Exil, unter ihnen viele Medienschaffende, Künstler*innen, politisch Aktive, Vertreter*innen aus Politik und Zivilgesellschaft. Für die meisten von ihnen ist der Gang ins Exil ein tiefer Einschnitt, der Abschied vom gewohnten Umfeld und die Neuorientierung in Deutschland sind kräftezehrend. Neu sind diese Erfahrungen nicht – zum Beispiel haben während des Nationalsozialismus viele Deutsche im Ausland Zuflucht vor Verfolgung gesucht und ähnliche Erfahrungen im Exil gemacht. Mit der Zitatkampagne möchte die Körber-Stiftung auf die Herausforderungen des Lebens im Exil aufmerksam machen und damit den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken.

Bezug zwischen historischem und aktuellem Exil auf Plakaten, in Videos und sozialen Netzwerken

Der Journalist Can Dündar, die Menschenrechtsaktivistin Shahindha Ismail und der Theatermacher Mohammed Ghunaim geben in der aktuellen Zitatkampagne Einblick in ihre persönliche Situation – mithilfe von historischen Zitaten der Publizistin Hannah Arendt, des Philosophen Theodor W. Adorno und des Dramatikers Bertolt Brecht. In Videos für die Website der Tage des Exils und soziale Netzwerke erzählen sie, wieso sie sich in den von ihnen gewählten Zitaten besonders gut wiederfinden. Mann beißt Hund hat von der Idee bis zur Umsetzung strategisch beraten und die Stiftung bei Video-Konzeption, Video-Produktion, Pressearbeit, Multiplikatoren-Kommunikation, Social-Media-Aktionen und Website-Texten zur Kampagne unterstützt.

Tage des Exils erstmals mit mehr als 30 Online-Veranstaltungen

Ab 6. April bieten sich in der Stadt und online zahlreiche weitere Gelegenheiten, um Einblicke in die Gedanken und Gefühle von Menschen im Exil zu gewinnen. Für die „Tage des Exils“ kooperiert die Körber-Stiftung mit Theatern, Museen, Stadtteilzentren, Initiativen und Konzerthallen – insgesamt rund 60 Hamburger Einrichtungen und Organisationen. Erstmals finden die Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie überwiegend online bzw. hybrid statt. Inhaltlich widmen sie sich sowohl dem aktuellen als auch dem historischen Exil.

Programmheft im neuen Format als Exil-Themenheft

Erstmals setzt die Körber-Stiftung auch beim Programmheft zu den Tagen des Exils ein neues Konzept um. Anstelle des bei früheren Tagen des Exils genutzten reinen Programmhefts versorgt dieses Jahr ein umfassenderes Themenheft die Leser*innen mit Hintergründen und Interviews zum Thema Exil. Mann beißt Hund hat die Stiftung bei der Themenplanung beraten und einen großen Teil der Beiträge umgesetzt. Vor allem haben wir dafür die Geschichten von Menschen recherchiert und aufgeschrieben, die an den Tagen des Exils mitwirken – darunter der syrische Fotograf Alaa Taliaa, die Schauspielerinnen Yodit Akbalat und Abir Omer aus dem Sudan sowie die Holocaust-Überlebende Karen Komar, die 1941 als Fünfjährige mit ihrer Familie von Hamburg in die USA geflüchtet ist.

Weitere Informationen:

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