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Wie gelingt Journalismus im Exil?

Die mexikanische Investigativ-Journalistin Anabel Hernández eröffnet heute mit ihrer „Rede zum Exil“ das diesjährige Exile Media Forum der Körber-Stiftung. Exilierte Journalist*innen berichten und diskutieren einen Tag lang über ihre Arbeit. Mann beißt Hund betreut die Pressearbeit rund um das digitale Event.

Weltweit nutzen Regime die Coronakrise dazu, die Pressefreiheit in ihren Ländern weiter einzuschränken. Journalist*innen können nicht mehr kritisch berichten, müssen mit Gefängnis und Folter rechnen oder gar um ihr Leben fürchten. Viele werden ins Exil getrieben. Das Exile Media Forum 2020 der Körber-Stiftung macht auf ihre Situation aufmerksam. Medienschaffende unter anderem aus Mexiko, Bahrain, der Ukraine oder Iran diskutieren über die Herausforderungen, vor denen sie durch Flucht und Neustart im Ausland stehen.

Preisgekrönte Journalist*innen im Gespräch

In der Rede zum Exil spricht Anabel Hernández über die Rolle der Medien gegenüber korrupten Machtstrukturen und die zentrale Bedeutung der Pressefreiheit für die Demokratie. Die mexikanische Journalistin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet für ihre Recherchen zu Drogenkrieg, Korruption und Menschenhandel. Drohungen und Mordversuche zwangen sie ins italienische Exil. Auf dem Forum sprechen außerdem die iranische Journalistin Negin Behkam und Nazeeha Saeed aus Bahrain. Beide leben im deutschen Exil. Außerdem sind dabei Aleksei Bobrovnikov aus der Ukraine und Abdulwahab Tahhan aus Syrien. Alle Genannten sind auch im Exil journalistisch tätig.

Mann beißt Hund unterstützte das Exile Media Forum wie in den Vorjahren in der Medienarbeit mit Pressetexten, Journalistenkontakt, Platzierung der Rede, Konzeption und Umsetzung von Medienkooperationen.

 

Beide Veranstaltungen werden live übertragen.

Rede zum Exil: 23. November 2020, ab 19 Uhr

Exile Media Forum: 24. November 2020, 10-16.45 Uhr

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