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News MOAS versorgt unterernährte Kinder in Somalia
Helfer des International Medical Corps helfen bei der Verteilung der gelieferten Hilfsgüter. Bild: MOAS

MOAS versorgt unterernährte Kinder in Somalia

In den vergangenen Tagen konnte MOAS 25 Tonnen eines Instant-Nahrungsergänzungsmittels an das International Medical Corps in Mogadishu, Somalia, liefern. Die Nährstoffpakete sind speziell für Kinder ab sechs Monaten mit leichter Unterernährung konzipiert. Mann beißt Hund unterstützt in der deutschen Pressearbeit.

Die Behandlung dauert normalerweise zwischen zwölf und 16 Wochen, wobei ein Kind jeden Tag ein Beutelchen erhält. Unterstützt wurde MOAS dabei von Edesia, ein Unternehmen zur Koordination von Hilfslieferungen an Krisenregionen. Finanziert wird die Aktion durch Spenden von Privatpersonen und Partnerorganisationen.

Aktuell gilt eins von sieben Kindern unter fünf Jahren in Somalia als unterernährt. Aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Lage können sich die Familien selbst nicht helfen. Sie sind im Kampf gegen Unterernährung und Kindersterblichkeit auf Hilfslieferungen angewiesen. „Somalia durchlebt eine Unzahl von Krisen. Die Kombination von Corona-Pandemie, Heuschrecken-Invasion, Überflutungen und den Nachwirkungen vorangegangener Dürren droht die ohnehin kritische Situation noch weiter zu verschlimmern. Es muss nun dringend gehandelt werden, um den Nährstoffbedarf der Menschen in den am stärksten beeinträchtigten Gemeinden im Land zu decken“, sagt Regina Cattrambone, Direktorin von MOAS.

Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort

Die Verteilung vor Ort übernimmt MOAS‘ Partnerorganisation, das International Medical Corps. Das Team arbeitet daran, den Ernährungszustand und die hygienischen Bedingungen bei den Ärmsten der Armen in Somalia zu verbessern. Regina Cattrambone: „Wir sind sehr dankbar, bei dieser Lieferung mit dem International Medical Corps zusammenzuarbeiten und dazu beizutragen, das Leid tausender Kinder zu mindern.“ Derzeit ist das Corps dabei, Gesundheits- und Ernährungshilfen in Mudug und Galgaduud aufzustocken, zwei Regionen, in denen momentan ein akuter Nahrungsmittelmangel droht.

Aktuelle Situation in Somalia

Die humanitäre Krise in Somalia ist weltweit eine der langwierigsten und komplexesten. Fast 30 Jahre bewaffneter Konflikte in Kombination mit immer schlimmeren Naturkatastrophen wie wiederkehrender Dürre haben zu bedrohlicher Nahrungsmittelknappheit, Armut und zahlreichen Migrationsbewegungen im Land geführt. Ergebnis dieser desaströsen Ereignisse sind eine weit verbreitete Unterernährung sowie 2,6 Millionen Binnenflüchtlinge auf der Suche nach Nahrung, Sicherheit und humanitärer Hilfe. Die Ernährungsunsicherheit steigt im gesamten Land steil an – derzeit sind rund 4,5 Millionen Menschen von akuter Lebensmittelknappheit bedroht, besonders in den ländlichen Gebieten und unter den Vertriebenen. Die zahlreichen Probleme in diesem Jahr drohen die bereits fragile Situation noch zu verschärfen. 2020 hat Somalia die schlimmste Heuschreckenplage seit 25 Jahren erlebt, die die unsichere Ernährungslage in Somalia noch verschlimmert. Zudem mussten 650.000 Somalis aufgrund von Überschwemmungen ihre Wohnungen verlassen. Und obendrein setzt die Corona-Pandemie das ohnehin stark belastete Gesundheitssystem noch stärker unter Druck.

Die Kombination aus anhaltender Unsicherheit durch die Konflikte, wiederkehrenden klimabedingten Katastrophen und Vertreibung hat dazu geführt, dass immer weniger Somalis ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. 5,2 Millionen Menschen sind deshalb von externer humanitärer Hilfe abhängig – und diese Zahl wird angesichts der Vorkommnisse in diesem Jahr voraussichtlich noch steigen. Basierend auf diesen Voraussetzungen hat MOAS entschieden, hier tätig zu werden, um in dieser schweren Krise zu helfen.

Mehr Infos und die Möglichkeit zu spenden unter www.moas.eu

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