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News MOAS und Sea-Eye starten gemeinsame Rettungsmission
Die Sea-Eye 4 wird seetauglich gemacht. Foto: Maik Lüdemann / Sea-Eye

MOAS und Sea-Eye starten gemeinsame Rettungsmission

Die internationale Hilfsorganisation MOAS nimmt nach knapp vier Jahren ihre Arbeit auf dem Mittelmeer wieder auf. Gemeinsam mit der deutschen Organisation Sea-Eye wird das Team ab Februar 2021 gemeinsame Such- und Rettungsmissionen (SAR – Search And Rescue) durchführen. Mann beißt Hund unterstützt die deutsche Medienarbeit.

MOAS wird die Crew des neuen Seenotrettungsschiffs Sea-Eye 4 mit Personal, Such- und Rettungstrainings und strategischer Expertise unterstützen. Die Sea-Eye 4 ist ein ehemaliges Offshore-Versorgungsschiff (Baujahr 1972, 55 m lang, 11 m breit). Sea-Eye baut es derzeit zum Rettungsschiff um. So kann es mehr Menschen aufnehmen und versorgen als vorherige Sea-Eye-Schiffe.

Covid19-Pandemie erschwert die Situation Geflüchteter

In dem gemeinsamen Bestreben, mehr Menschenleben zu retten und das Leiden der Geflüchteten zu verringern, entschieden sich die Verantwortlichen von MOAS und Sea-Eye zur Zusammenarbeit. Immer wieder fliehen Menschen in seeuntüchtigen Booten vor Krieg, Folter oder Hunger über das Mittelmeer. 2014 war MOAS die erste private Hilfsorganisation, die auf dem zentralen Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken rettete. 2020 hat insbesondere die Covid19-Pandemie die Situation für schutzsuchende und flüchtende Menschen deutlich verschlechtert. Viele Länder haben ihre Grenzen geschlossen und weigern sich nach wie vor, die Anlege-Erlaubnis für Schiffe mit Geretteten an Bord zu erteilen und sie an Land zu lassen.

Gemeinsam mehr Leben retten

Regina Catrambone, Direktorin von MOAS, ist überzeugt: „Kein*e Schutzsuchende*r hat es verdient, auf See zu sterben. Das ist der Grund, warum wir MOAS 2013 gegründet haben – um Leben zu retten. Wir sind sehr froh über die Partnerschaft mit Sea-Eye, die es uns ermöglicht, Erfahrung und Know-how zu den SAR-Missionen zu teilen.”

„Wir sind stolz darauf, die Seenotretter*innen von MOAS auf unserem Schiff zurück in den Einsatz zu bringen. Für Sea-Eye ist das ein Meilenstein. Unsere operative Zusammenarbeit hat vor allem ein Ziel: gemeinsam mehr Menschenleben zu retten. Zwischen 2016 und 2017 begegneten sich die Crews von Sea-Eye und MOAS im Rettungseinsatz. Nun arbeiten wir zusammen auf der Sea-Eye 4“, so Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e. V.

MOAS hat zwischen 2014 und 2017 bereits mehr als 40.000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet und setzt sich seitdem weltweit für #SafeAndLegalRoutes für Migrant*innen ein.

MOAS unterstützt die gemeinsame Mission auch mit einer Spendenaktion.

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