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Graphic Recording von Martina Schrade

Kultur und Wissenschaft für alle

Das „stARTcamp Hamburg meets HOOU“ eröffnete am 6. September den Raum für Diskussionen, wie Kultur und Wissenschaft für alle zugänglich gemacht werden können. Mann beißt Hund war mit einer Session zur Kommunikation mit Jugendlichen dabei und stellte den Peer-to-peer-Ansatz unserer Agentur vor.

Gleich zwei spannende Institutionen verbergen sich hinter einer außergewöhnlichen Veranstaltung: Beim „stARTcamp Hamburg meets HOOU“ am 6. September kamen die Teilnehmenden auf Einladung der Hamburg Online Open University (HOOU) und des stARTcamps zusammen, um sich darüber zu verständigen, wie sich Wissenschaft und Kultur einer breiten Öffentlichkeit öffnen könnten. stARTcamps organisieren seit vielen Jahren in verschiedenen Städten mit dem Veranstaltungsformat des Barcamps den Austausch über Digitales in der Kultur. Die HOOU hat sich die Digitalisierung der Lehre aller Hamburger Hochschulen und ihre Öffnung gegenüber der Gesellschaft zum Programm gemacht. Gemeinsam mit dem Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) als weitere Partner sowie zusätzlich gefördert durch die Nordmetall Stiftung eröffneten sie einen Raum für intensiven Austausch, Inspiration und Vernetzung unter dem Motto: „No limits? Wissenschaft und Kultur für alle“.

 

Kann es Kultur und Wissenschaft für alle geben?

Was der Titel scheinbar einfordert, hinterfragte gleich Prof. Dr. Martin Zierold von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in seiner Keynote: Kann es wirklich darum gehen, Wissenschaft und Kultur „für alle“ zu machen? Die Entwicklung, so scheint es, weist eher in die gegenteilige Richtung. Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man die diversen Akteur*innen und Zielgruppen sowie die vielen Themen verfolgt, die in den einzelnen Sessions vor dem Hintergrund einer sich mehr und mehr ausdifferenzierenden Gesellschaft verhandelt wurden.

Kreative Ideen sorgen für Reichweite

So gab zum Beispiel Markus Trapp, Social-Media-Verantwortlicher der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, einen praxisnahen Einblick in seine Arbeit und zeigte, wie gute Vernetzung und kreative Ideen für Reichweite sorgen – die Folien seines Beitrags hat er veröffentlicht. Ob Erinnerung digital und wie virtuell Gedenken sein kann, stellte Dr. Iris Groschek von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zur Diskussion. Dazu präsentierte sie auf Twitter mehrere Projekte mit Virtual und Augmented-Reality. Ob und wie das Medium Podcast geeignet ist, Zugänge zu Kultur und Wissenschaft zu öffnen, erproben aktuell immer mehr Museen und Hochschulen. Die beiden Podcaster Christian Friedrich und Matthias Stier gaben wertvolle Tipps für alle, die ihrem Aufruf folgen wollen: „Macht mehr Podcasts“.

Werben für mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit

Bei all der Vielfalt definierte Zierold in seiner Keynote auch das gemeinsame Anliegen, das alle wieder zusammenbringt: Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen sollten sich gerade in Zeiten wachsender Anfeindungen als Ressource für die Gesellschaft verstehen und darstellen – und aktiv um Akzeptanz in einer breiten Öffentlichkeit werben.

Kommunikation mit Jugendlichen

Wie man Zugang zu jüngeren Zielgruppen findet, war das Thema der gemeinsamen Session unserer Geschäftsführerin Nicola Wessinghage und unserer Schülerreporterin Emma Luna Velasco Willms. „Diese jungen Leute – erfolgreiche Kommunikation für und mit Jugendliche(n)“ lautete ihr Beitrag, der einen Einblick in unsere Arbeit bot und Ansätze für weitere Diskussionen lieferte.

Ihre Themen für das stARTcamp haben einige der Teilnehmenden, so auch Nicola Wessinghage, bereits am Vorabend in einem so genannten Un-Podcast angerissen.

Um die Inhalte der einzelnen Sessions nachzuverfolgen, sei der Hashtag #schh19 auf Twitter empfohlen, die großartigen Graphic-Recordings der Teilnehmenden und vor allem die von Martina Schradi. Die Gesamtdokumentation mit einzelnen Statements findet sich in Kürze auf der Website der Veranstaltung.

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