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News Konferenz investigativer Journalist*innen in Hamburg
Slider der Global Investigative Journalism Conference in Hamburg.

Konferenz investigativer Journalist*innen in Hamburg

Hamburg wird zum Treffpunkt der aufdeckenden Reporter*innen: Die 11. Internationale Konferenz Investigativer Journalisten findet im September an der Elbe statt. Die Körber-Stiftung richtet gemeinsam mit den Organisatoren den Exile Media Track aus. Mann beißt Hund übernimmt einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit.

Investigativ tätige Medienschaffende decken Verschwörungen und Korruption auf, stellen Fake-News richtig und stützen oft mit ihrer Arbeit die Demokratie. Nicht selten werden sie verleumdet, verfolgt oder im schlimmsten Fall ermordet. Mehr als tausend Reporterinnen, Autoren und Produzierende aus rund 130 Ländern der Welt tauschen sich während der 11. Global Investigative Journalism Conference vom 26. bis 29. September in Hamburg über investigative Recherche, Datenjournalismus, Pressefreiheit und grenzüberschreitende Kooperationen aus.

Die Konferenz hat sich seit ihrer Gründung 2001 in Kopenhagen zur größten internationalen Tagung für journalistische Recherche entwickelt. Sie findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Träger ist das Global Investigative Journalism Network mit Sitz in Washington D.C., ein weltweiter Verbund von 177 Journalistenorganisationen mit investigativem Fokus. Ausrichter der GIJC in Hamburg sind die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche und die Interlink Academy for International Dialog and Journalism. Einige der Mitglieder des Netzwerks Recherche haben beispielsweise die Inhalte der sogenannten „Panama Papers“ öffentlich gemacht.

Körber-Stiftung unterstützt Panel

Das Auswärtige Amt, zahlreiche Stiftungen, Medienhäuser, Hochschulen, Vereine und Verbände unterstützen die Konferenz. Mit dabei ist auch die Hamburger Körber-Stiftung, die gemeinsam mit den Organisatoren den Exile Media Track ausrichtet. Mann beißt Hund übernimmt einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit für dieses Engagement. Die zahlreichen Mitstreitenden unterstreichen, welche Bedeutung Journalistinnen und Journalisten zugemessen wird, die sich mit Spürsinn und Hartnäckigkeit in Themen vergraben, die andere lieber im Verborgenen ließen. Dazu gehören Korruption, organisierte Kriminalität, Gesundheit, Umwelt, religiöse oder politische Radikalität, Konflikte, Datenmissbrauch. In der globalisierten Welt beschränken sich derartige, häufig demokratiefeindliche, Aktionen selten nur noch auf ein Land. Deshalb fördert die Konferenz den Aufbau internationaler Kooperationen und länderübergreifender Recherchen.

Trainingscamp zur investigativen Arbeit

Mit mehr als 150 Panels, Workshops und Sessions ist die Konferenz ein Trainingscamp, in dem die Teilnehmenden beispielsweise üben, riesige Datensätze auszuwerten, Online-Forschungstechniken zum weltweiten Aufspüren von Menschen, Unternehmen oder Geldströmen erlernen und von Experten über forensische Videoanalyse oder die Auswertung von Satellitenbildern informiert werden. Außerdem gibt es Unterstützung bei der Sicherung der eigenen Daten, Rechtsberatung und hilfreichen Rat, wie sich investigative Medienschaffende vor Belästigung und Verfolgung schützen können. Es geht ebenso um die Arbeit im Exil wie um Überlebensstrategien während gefährlicher Recherchen, um die Finanzierung der eigenen Arbeit wie um die Nutzung verschiedener Formate für die Berichterstattung.

 

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