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News Der Neandertaler in uns: Verleihung des Körber-Preises

Der Neandertaler in uns: Verleihung des Körber-Preises

Der schwe­di­sche Medi­zi­ner und Bio­lo­ge Svan­te Pää­bo erhielt heu­te im gro­ßen Fest­saal des Ham­bur­ger Rat­hau­ses den hoch­do­tier­ten Körber-Preis für die Euro­päi­sche Wis­sen­schaft. Zu sei­nen bedeu­tends­ten Durch­brü­chen zählt die Ent­schlüs­se­lung des Neandertaler-Genoms. Mann beißt Hund unter­stützt die Pres­se­ar­beit.

Lan­ge glaub­te die Wis­sen­schaft, der Nean­der­ta­ler sei aus­ge­stor­ben und der moder­ne Mensch habe nichts mit ihm gemein­sam. Doch der Wis­sen­schaft­ler Prof. Dr. Svan­te Pää­bo und sein For­schungs­team vom Leip­zi­ger Max-Planck-Institut für evo­lu­tio­nä­re Anthro­po­lo­gie konn­ten zei­gen: Der Nean­der­ta­ler lebt – in uns! Noch heu­te fin­den sich Res­te der archai­schen DNA im moder­nen Men­schen: Rund zwei Pro­zent unse­res Genoms stam­men vom Nean­der­ta­ler. Das konn­ten die For­scher durch die Ent­wick­lung moderns­ter Unter­su­chungs­me­tho­den nach­wei­sen. Mit sei­nen For­schungs­er­geb­nis­sen revo­lu­tio­nier­te Pää­bo das Ver­ständ­nis der Evo­lu­ti­ons­ge­schich­te des Men­schen und erhielt dafür heu­te den Körber-Preis für die Euro­päi­sche Wis­sen­schaft. Schon im Vor­feld gab es ein gro­ßes Inter­es­se bun­des­wei­ter Medi­en.

Ham­burgs Ers­ter Bür­ger­meis­ter, Dr. Peter Tschent­scher, begrüß­te die Gäs­te und Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten im Gro­ßen Fest­saal des Ham­bur­ger Rat­hau­ses. Svan­te Pää­bo erklär­te in einem kurz­wei­li­gen Gespräch mit dem Wis­sen­schafts­jour­na­lis­ten Ran­ga Yogeshwar, wie es ihm gelun­gen war, das Neandertaler-Genom zu ent­schlüs­seln. Dr. Lothar Ditt­mer, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der Körber-Stiftung, sowie Prof. Dr. Mar­tin Strat­mann, Prä­si­dent der Max-Planck-Gesellschaft und Vor­sit­zen­der des Kura­to­ri­ums des Körber-Preises, über­reich­ten im Anschluss die Urkun­de.

Der Körber-Preis zählt mit 750.000 Euro welt­weit zu den höchst­do­tier­ten For­schungs­prei­sen. Die Körber-Stiftung zeich­net damit seit 1985 jedes Jahr einen wich­ti­gen Durch­bruch in den Natur- oder Lebens­wis­sen­schaf­ten in Euro­pa aus.

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