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News Aslı Erdoğan bei den Tagen des Exils
Aslı Erdoğan, Schirmherrin der Tage des Exils 2020 (Foto: Bernd Hartung)

Aslı Erdoğan bei den Tagen des Exils

Politische Verfolgung trieb die türkische Schriftstellerin Aslı Erdoğan 2017 ins deutsche Exil. Im April kommt sie nach Hamburg – als Schirmherrin der Tage des Exils der Körber-Stiftung. Wer nicht live dabei sein kann, sollte unseren Buchtipp beachten.

Sie forschte als Physikerin am CERN, schrieb Romane und Kolumnen, setzte sich für Menschenrechte ein – und dann wurde Aslı Erdoğan 2016 in der Türkei verhaftet, wegen angeblicher Propaganda für die verbotene kurdische PKK. Nach vier Monaten in Untersuchungshaft kam sie frei, eine Ausreisegenehmigung zur Frankfurter Buchmesse im September 2017 nutzte sie zum Gang ins deutsche Exil. Mitte Februar 2020 hat ein türkisches Gericht sie freigesprochen, unter anderem vom Vorwurf der “Mitgliedschaft in einer Terrororganisation”. Bei den Tagen des Exils 2020 der Körber-Stiftung spricht Erdoğan am 14. April über ihre Erfahrungen von Verhaftung, Prozess und Exil – sie ist in diesem Jahr die Schirmherrin der zweitägigen Veranstaltungsreihe, die wir wie schon in den Vorjahren mit Pressearbeit begleiten.

Starker Buchtipp

Für alle, die nicht bei den Tagen des Exils in Hamburg dabei sein können, aber trotzdem mehr über Aslı Erdoğan erfahren möchten, haben wir noch einen Buchtipp im Ärmel. Für ihre Interviewsammlung „Was uns stark macht“ hat die mehrfach ausgezeichnete französische Journalistin Annick Cojean 22 beeindruckende Frauen aus Kunst und Kultur getroffen, darunter neben Erdoğan auch unter anderem Patti Smith, Virginie Despentes, Claudia Cardinale. Besonders bewegt hat uns das Buch, weil es Cojean durch kluge, einfühlsame Fragen herausragend gelingt, Momente von Mut, Scheitern oder großer Stärke in den Lebensgeschichten ihrer Gesprächspartnerinnen offenzulegen und zu ergründen.

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