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Kontakte mit Medien: So gelingt die Zusammenarbeit

Die einen wol­len ihre The­men in die Öffent­lich­keit brin­gen, die ande­ren brau­chen eine gute Sto­ry und ver­läss­li­che Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen: Wie kön­nen Pres­se­stel­len oder Agen­tu­ren und Journalist*innen gut mit­ein­an­der koope­rie­ren? Dar­über spra­chen wir beim elf­ten Stamm­tisch Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on mit den erfah­re­nen Journalist*innen Kirs­ten Kah­ler und Andre­as Hil­mer.

Der wich­tigs­te Rat der bei­den ist ein ein­fa­cher: Wie im rich­ti­gen Leben braucht auch der Auf­bau von trag­fä­hi­gen Bezie­hun­gen zwi­schen Jour­na­lis­ten und PR-Profis Zeit, Geduld und Ver­trau­en. Außer­dem hel­fen die­se zehn ein­fa­chen Regeln:

Kontakte pflegen

  1. Berei­ten Sie den ers­ten Kon­takt gut vor: Wer sind die rich­ti­gen Ansprechpartner*innen? Recher­chie­ren Sie dabei auch die häu­figs­ten The­men, Pro­duk­ti­ons­zy­klen, For­ma­te und Rubri­ken.
  2. Höf­lich­keit ist kei­ne Zier: Ach­ten Sie auf die rich­ti­ge Schreib­wei­se des Namens. Bedan­ken Sie sich nach einer Ver­öf­fent­li­chung. Blei­ben Sie im Aus­tausch, auch wenn es kein kon­kre­tes The­ma gibt.

Arbeit erleichtern

  1. Journalist*innen wol­len Geschich­ten erzäh­len: Lie­fern Sie ein gründ­lich recher­chier­tes The­ma samt span­nen­dem Prot­ago­nis­ten, hoch­wer­ti­gen Infor­ma­tio­nen als Hin­ter­grund und mit aktu­el­lem Bezug.
  2. Den­ken Sie an gute, pas­sen­de Bil­der und für das Fern­se­hen an attrak­ti­ve Dreh­or­te und Situa­tio­nen.
  3. Fas­sen Sie sich kurz: Jour­na­lis­ten haben kei­ne Zeit für lan­ge Pres­se­mit­tei­lun­gen oder Sto­ry­lines. Expo­sés soll­ten kurz und kna­ckig auf den Punkt brin­gen, wovon die Geschich­te lebt: Auf­hän­ger, Sto­ry, Fak­ten – manch­mal ist dafür ein Absatz genug. Für ein Por­trät reicht ein kur­zer Ein­blick in die span­nends­ten Fak­ten des Lebens­lau­fes.
  4. For­mu­lie­ren Sie die Bot­schaft in einem Satz aus Sub­jekt, Prä­di­kat und Objekt  so als woll­ten Sie jun­ge oder uner­fah­re­ne Emp­fän­ger anspre­chen.
  5. Exklusiv-Stories soll­ten gut über­legt und begründ­bar sein, zum Bei­spiel, weil die Infor­ma­tio­nen die Leser des Medi­ums beson­ders inter­es­sie­ren.

Perspektive wechseln

  1. Ver­set­zen Sie sich in die Jour­na­lis­ten hin­ein, wenn Sie ein The­ma bear­bei­ten: Was für die Öffent­lich­keit inter­es­sant ist, ent­spricht häu­fig nicht dem, was Unter­neh­men, Stif­tun­gen oder Wis­sen­schaft­ler mei­nen, son­dern was Nach­barn, Geschwis­ter und Freun­de inter­es­siert.
  2. Wäh­len Sie Prot­ago­nis­ten und Exper­ten klug aus: Nicht die Hierarchie-Stufe ist ent­schei­dend, son­dern dass der Gesprächs­part­ner das The­ma bild­haft und packend dar­stel­len kann.
  3. Journalist*innen emp­feh­len sich Exper­ten unter­ein­an­der und ver­trau­en vor allem dem Rat von Kol­le­gen, weil sie wenig Zeit für Recher­che haben. Das ist der Haupt­grund, war­um immer wie­der die­sel­ben Exper­ten zu bestimm­ten The­men in der Öffent­lich­keit auf­tau­chen. Womit wir wie­der beim Anfang wären: Um Medi­en neue Exper­tin­nen und Exper­ten anbie­ten zu kön­nen, braucht man ein ver­trau­ens­vol­les Ver­hält­nis zu den Redakteur*innen.

Unsere Expert*innen:

Kirs­ten Kah­ler ist Exper­tin für Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on. 30 Jah­re lang hat sie Radio- und Fern­seh­sen­dun­gen für die ARD mode­riert und war unter ande­rem für den Deut­schen Radio­preis als Bes­te Mode­ra­to­rin nomi­niert. Als Coach und Dozen­tin hat sie sich auf die Berei­che Krisen-PR, stra­te­gi­sche PR und Inter­views spe­zia­li­siert.

Sei­ne Repor­ta­ge­rei­sen für GEO, Die Zeit oder die ARD füh­ren den Print- und Fern­seh­jour­na­lis­ten Andre­as Hil­mer unter ande­rem nach Afri­ka und Asi­en. Für das TV-Projekt „Mar­vis World“ war er für den Grimme-Preis nomi­niert. Hil­mer ist zudem als Coach für Medi­en­kom­pe­tenz und Rhe­to­rik tätig.

Links zur weiteren Recherche:

Hilf­rei­che Tipps für ein kur­zes, aus­sa­ge­star­kes State­ment gegen­über den Medi­en gibt Kirs­ten Kah­ler in die­sem Gast­bei­trag.

Wie ein gutes PR-Bild funk­tio­niert, wird hier erklärt. Und was sich Jour­na­lis­ten von ihren Ansprech­part­nern in Agen­tu­ren und Unter­neh­men wün­schen, ist in die­sem Arti­kel zusam­men­ge­fasst.

Der nächs­te Stamm­tisch Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on (#hhswk) fin­det am 15. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Hadley’s statt. Das The­ma lau­tet: „Foto­gra­fie­ren mit dem Smart­pho­ne“. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fol­gen in der Ein­la­dung. Wenn Sie regel­mä­ßig über Ter­mi­ne infor­miert wer­den möch­ten, schrei­ben Sie gern an info@mann-beisst-hund.de.

 

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