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Erster Hamburger Stammtisch für Wissenschaftskommunikation

Unser erster Stammtisch Wissenschaftskommunikation kam gut an: Rund 30 ÖffentlichkeitsarbeiterInnen von Hamburger Hochschulen und Forschungsinstituten diskutierten bei kalten Getränken und sommerlichen Temperaturen über den Sinn und Nutzen von Snapchat und Instagram in der Wissenschaftskommunikation. Für spannende Anregungen zu dem Bilderdienst Instagram sorgte Giselind Werner. Als Online-Redakteurin der Uni Hamburg verantwortet sie den Instagram-Kanal der Hochschule mit über 1.700 Followern. Über Snapchat, eine der am schnellsten wachsenden Plattformen der letzten Monate, berichten Astro-Blogger und Social Media Manager Stefan Gotthold sowie Mann beißt Hund-Geschäftsführer Marcus Flatten.

Stammtisch Wissenschaftskommunikation

Um Snapchat, instagram & Co ging es beim ersten Stammtisch Wissenschaftskommunikation im Alles Elbe auf St. Pauli.

Instagram

Den  Instagram-Account der Uni Hamburg gibt es seit rund einem Jahr. Er hat über 1.700 Follower. Laut Giselind Werner sind die Hauptzielgruppen Studierende und Studieninteressierte im In- und Ausland. Ihnen sollen weniger wissenschaftliche Inhalte, sondern eher das Lebensgefühl eines modernen Campus vermittelt werden. Um die Studierenden zu erreichen, setzt sie auf einen bunten Mix aus Campus und Menschen. Die Texte unter den täglichen Postings sind kurz und knackig, die Ansprache oft sehr direkt. Damit der Content gut gefunden wird, verwendet Werner zwischen fünf bis zehn Hashtags und einem Geotag. Die Tags sollen das Bild bestmöglich beschreiben und gleichzeitig populär sein. Die Bilder sammeln Werner und eine studentische Hilfskraft. Alle Postings werden auch bei Twitter geteilt.

uni_hamburg auf instragram

Instagram Account der Uni Hamburg

Kampagnen-Ideen für Instagram

Instagram-Takeover: Marken nutzen gerne die sogenannten Takeover. Dabei übergeben sie ihren Account für kurze Zeit an gut vernetzte Instagramer mit entsprechender Reichweite. Ein gutes Beispiel für ein gelungenes Takeover-Format liefert  #InstaZEIT vom @zeitmagazin. An der Uni Hamburg hat Werner erste gute Erfahrungen damit gemacht. Allerdings ging es dabei eher um die Bild-Optik als um die Reichweite. Es empfiehlt sich eine kleine Vereinbarung aufzusetzen.

Instawalk: InstaWalk ist eine Kombination aus Fotografieren und Spazieren. Ausgewählte Instagramer nehmen dabei an einer Führung teil und dokumentieren den Rundgang auf Instagram. Alle Teilnehmer dieses InstaWalks kennzeichnen ihre Bilder außerdem mit einem vorher festgelegten Hashtag. Sucht man nun bei Instagram danach, werden einem alle Fotos des Spaziergangs angezeigt.

Gewinnspiele funktionieren ähnlich wie bei Facebook auch auf Instagram sehr gut. Zum Beispiel gibt es Bilderrätsel mit einem Motiv auf dem Campus. Wer als erstes das Motiv findet und postet, gewinnt.

Hashtag-Kampagne: Unter einem Hashtag werden Bilder gesammelt und damit der Hashtag für die Einrichtung geprägt. Beispiel: #meineerstewoche für Studienanfänger oder #deineforschungin1bild für junge Wissenschaftler.

Repost: Um Bilder der eigenen Follower auf dem eigenen Kanal zu zeigen, gehört es sich, um Erlaubnis zu fragen. Am besten schreibt man eine private Nachricht auf Instagram und fragt nach dem Bild. Alternativ lässt sich die kostenfreie App Repost nutzen. Sie ermöglicht es, Bilder anderer Accounts zu teilen und den Urheber zu nennen. Eine kurze Frage um Erlaubnis ist trotzdem zu empfehlen.

Empfohlene Apps für Instagram

Snapseed: Mit der kostenlosen Google-Bildbearbeitung Snapseed lassen sich einfach Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Schärfe und Weißabgleich von Smartphone-Bildern bearbeiten. Ebenso einfach gelingt die Korrektur des Horizonts oder das Beschneiden des Bildes.

Enlight: Wer ein bisschen mehr aus seinen Smartphone-Schnappschüssen herausholen will, der sollte sich die Bildbearbeitungs-App Enlight anschauen. Hiermit lassen sich auch einzelne Bereiche im Foto detailliert bearbeiten.

Afterlight: Mit vielen Filtern, Lichteffekten und Rahmen kann man mit dieser App Fotos aufhübschen. Auch die Standard-Bildbearbeitungen wie Anpassen von Helligkeit, Kontrast, Schärfe oder Farbintensität sind mit nur wenigen Handgriffen möglich.

Layout from Instagram: Mit der neuesten App von Instagram kann man Layouts durch Mischen eigener Fotos erstellen und teilen.

Hyperlapse: Hyperlapse von Instagram erstellt Videos in Zeitraffer-Optik. Eine integrierte Stabilisierung sorgt für gute Bilder.

Boomerang App: Mit der Boomerang App lassen sich Fotoaufnahmen zu Gif-artigen Filmchen umwandeln.

Statistiken für Instagram: Zur Auswertung des eigenen Instagram-Kanals empfiehlt Giselind Werner Iconosquare. Das Tool bietet für kleines Geld eine Übersicht über die Instagram-Aktivitäten. Besonders für die Entwicklung einer langfristigen Strategie lohnt sich ein Abo von knapp zehn Euro pro Monat.

Snapchat

Snapchat ist ein weltweit wachendes Netzwerk mit einer jungen, sehr interessanten Nutzerschaft im Alter zwischen 14 und 24 Jahren. Entsprechend interessieren sich die Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchaus für den Einsatz von Snapchat im Studierendenmarketing. Bei eigenen Gehversuchen sind sie jedoch noch sehr zurückhaltend. Stefan Gotthold und Marcus Flatten raten, den neuen Kanal zumindest einmal auszuprobieren und dabei die Möglichkeiten zu entdecken. Mögliche Vorbilder sind reichweitenstarke Influencer wie YouTube-Stars oder Blogger. Sie verstehen es gut, über Snapchat mit ihren Fans und Followern in Kontakt zu kommen und ihre Produkte zu verkaufen. Als Inspiration taugen auch US-Universitäten. Sie sind beim Einsatz von Snapchat schon sehr kreativ. Auf unserem tumblr-Blog sammeln wir genau solche Best Practice Beispiele und stellen interessante Snapper vor, die sich mit Bildung und Wissenschaft beschäftigen. Jeder kann sich an der Sammlung beteiligen und eigene Beiträge hochladen.

Gute Einstiege in Snapchat

Das Evaluationsproblem

Snapchat hat als Messenger angefangen. Diese Wurzeln erkennt man vor allem, wenn es um die Evaluation eigener Aktivitäten geht. Bei der Auswertung von Statistiken ist Snapchat noch meilenweit von anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube, Twitter und Pinterest entfernt. Die Anzahl von Snapchat-„Freunden“ ist sicher die naheliegendste Kennzahl. Allerdings verliert man bei vielen Kontakten schnell die Übersicht. Snapchat zeigt auch bei jeder Story an, wie viele Views diese jeweils generiert hat. Das ist die bisher aussagekräftigste Statistik. In den letzten Wochen sind außerdem einige Snapchat-Analytics-Tools an den Start gegangen. Eine gute Übersicht dazu bietet ein aktueller Blogeintrag der Onlinemarketing-Rockstars.

Kampagnen-Ideen für Snapchat

Snapchat-Takeover: Marken oder Hochschulen nutzen die sogenannten Takeover. Dabei übergeben sie ihren Account für kurze Zeit an gut vernetzte Influencer auf Snapchat. Die entstandenen Snapstories werden zum Beispiel als Video auf Youtube gesichert. Gute Beispiele für das Takeover-Format finden sich auf snap-science.tumblr.com

Snap’N’walk: Es ist eine Kombination aus Snappen und Spazieren. Ausgewählte Influencer machen dabei eine Führung mit und teilen ihre Eindrücke über Snapchat. Die entstandenen Snapstories lassen sich als Video auf Youtube sichern.

Snapverzeichnis: Hochschulen finden, prüfen, kontaktieren die Snapchatter unter Studierenden und Wissenschaftlern und sammeln interessante Profile in einem Online-Verzeichnis mit ihren Snapcodes – am besten mit Kurzbio und Angabe von Themen, ähnlich wie snapgeist.com

 

Der nächste Stammtisch Wissenschaftskommunikation wird am 12. Juli ab 18:30 Uhr stattfinden, wieder im Alles Elbe (Hein-Hoyer-Strasse 63). Weil einige sich beim letzten Mal noch mehr Zeit für das gegenseitige Kennenlernen gewünscht hatten, machen wir beim nächsten Mal ein Speed Dating. Anmeldung per Mail oder auf Facebook. Wenn Sie in den Einladungsverteiler aufgenommen werden möchten, schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail.

 

 

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