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Rezept für einen guten Newsletter

Wie gelingt es, einen guten Newsletter zu verfassen, der Menschen erreicht und den sie gern und regelmäßig lesen? Das hatten sich Teilnehmer*innen des letzten Stammtisches für Wissenschaftskommunikation gefragt – und sich das Thema für 2022 gewünscht. Beim ersten Stammtisch im neuen Jahr kam es nun zum Erfahrungsaustausch.

Sehr gut besucht: Der Online-Stammtisch Wissenschaftskommunikation

„Em@il für dich – Wissenschaft über Newsletter kommunizieren“ hieß es in der Einladung. Als Expertin hatten wir Franziska Bluhm gewinnen können. Sie arbeitet als Journalistin und Digitalberaterin. Zu ihren beruflichen Stationen gehören unter anderem führende regionale und überregionale Medien wie die Rheinische Post und das Handelsblatt. Im Lauf ihrer Karriere hat Franziska Bluhm nicht nur für Arbeit- und Auftraggeber*innen zahlreiche Newsletter erfolgreich in Umlauf gebracht. Sie verschickt auch regelmäßig ihren persönlichen Newsletter „Post von Franziska Bluhm“.

Was noch vom Abend übrig blieb? Weitere zehn gute Tipps für den perfekten Wissenschafts-Newsletter:

  1. Zielgruppe.
    Nicht alle müssen alles wissen – geschweige denn, dass sie es wollen. Damit der eigene Newsletter gelesen statt gelöscht wird, sollten wir im Vorfeld genau klären, wen wir eigentlich erreichen möchten. Fachleute aus der Wissenschaft fesseln wir mit anderen Inhalten und einer anderen Ansprache als interessierte Laien, die wir für ein bestimmtes wissenschaftliches Themenfeld begeistern möchten.
  2. Mehrwert bieten: an die Bedürfnisse der Zielgruppe denken
    Ein guter Newsletter bietet den Lesenden einen Mehrwert. Dafür müssen wir wissen, welche Inhalte und Formate unsere Leser*innen interessieren. Hoher Informationsgehalt kann ebenso wertvoll sein wie eine frühmorgendliche Lieferung ins Postfach oder Gesprächsstoff für die Mittagspause
  3. Abwechslung: verschiedene Ebenen einbauen
    Neben Informationen sollte ein Newsletter Service und Unterhaltung bieten. Beides darf ruhig unkonventionell sein, hier ist Kreativität erwünscht! Beliebt sind wiederkehrende Formate, wie Abstimmungen, Grußworte, oder originelle Links.
  4. Persönlichkeit macht den Unterschied
    Ein Newsletter ist ein ideales Format, um mit den Zielgruppen in Kontakt zu kommen. Dies gelingt am besten, wenn sich Leser*innen persönlich angesprochen fühlen und mit den Absender*innen austauschen können. Dafür eignen sich Elemente wie eine personalisierte Adresszeile, namentliche Ansprache und Fragen an die Lesenden.
  5. Layout: weniger ist mehr
    Ein Newsletter braucht kein extravagantes Layout, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Eine klare Struktur schafft Orientierung, schnörkellose Typografie sorgt für Lesefreude, eindeutige Icons ermutigen die Lesenden zum gewünschten Klick. Mit Bildern sparsam umgehen – das minimiert das Risiko, dass der Newsletter im Spamordner landet.
  6. Frühe Vögel: Newsletter zur Morgenroutine machen
    Ein Newsletter kann den Lesenden Struktur, Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit bieten. Damit er zur Gewohnheit wird, muss er in den Alltag der Zielgruppe passen. Erfahrungsgemäß lesen Menschen Newsletter, die morgens vor acht Uhr verschickt werden, besonders gerne.
  7. Einfach anmelden: eine gute Anmeldeseite bauen
    Eine gute Anmeldeseite hilft dabei, Leser*innen für den Newsletter zu gewinnen. Sie sollte seinen Nutzen klar herausarbeiten, die wichtigsten Informationen rund um Handling und Versand bieten, den Umgang mit Daten transparent machen und übersichtlich gestaltet sein.
  8. Hallo, hier!: Bekanntheit erlangen
    Um mehr Bekanntheit zu erreichen, sollten die Verantwortlichen immer wieder auf den Newsletter hinweisen und seine Vorteile kommunizieren – zum Beispiel in der E-Mail-Signatur. Außerdem hilfreich: Inhalte ansprechend für Social-Media-Kanäle aufbereiten und teilen.
  9. Zweibahnstraße: Interaktion anregen
    Austausch mit den Lesenden gehört zu den Erfolgsfaktoren eines Newsletters. Dabei kommt es auf Augenhöhe an. Regelmäßige Umfragen und Mitmach-Aktionen steigern die Bindung der Lesenden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Foto-Aktion: Thema wählen, Bilder einsenden lassen und die beste Auswahl in der nächsten Ausgabe teilen.
  10. Immer dranbleiben: regelmäßiges Monitoring
    Leider wahr: Es gibt kein Rezept für den perfekten Newsletter. Die Antwort auf Detailfragen wie „Wie oft sollte er erscheinen?“ oder „Wie viele Rubriken sind sinnvoll?“ lautet: Es kommt drauf an. Denn die wirkliche Kunst besteht darin, das alles immer wieder auf die eigenen Ziele und Zielgruppe abzustimmen

Zusammenfassen lässt sich der Abend mit diesen Worten: Jetzt sind Überraschungen gefragt! Denn: Auch in der Wissenschaftskommunikation existiert eine Flut von Newslettern. Da darf der eigene gern herausstechen. Originelle Ideen und Kommunikationsgeschick helfen dabei, komplexe Inhalte ansprechend zu vermitteln

Die gesammelten Empfehlungen des Abends

In der Eingangsrunde hatten wir alle Teilnehmer*innen des Stammtischs nach ihren liebsten Newslettern gefragt. Daraus ist eine Liste mit Empfehlungen aus unterschiedlichsten Bereichen entstanden. Besonders hoch im Rennen: die „Elbvertiefung“ der ZEIT, die wochentags morgendlich News aus Hamburg liefert. Der Newsletter von Franziska Bluhm findet sich natürlich ebenfalls in unserer Empfehlungsliste – unbedingt abonnieren!

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