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MOAS: Rettung von Geflüchteten – im Mittelmeer und in Südostasien

Migrant Offshore Aid Station (MOAS) war 2014 eine der ersten privaten Initiativen, die auf dem Mittelmeer Flüchtende in Seenot rettete. In den folgenden Jahren konnte MOAS im Zentralen Mittelmeer und in der Ägäis über 40.000 Menschen ans europäische Festland bringen. Doch seit dem Spätsommer 2017 ist die sichere Rettung von Migranten nicht mehr gewährleistet: Vorwürfe, NGOs würden mit Schleppern zusammenarbeiten, wurden laut; der Zugang zu europäischen Häfen wurde versperrt.

Flüchtende zurück nach Libyen zu bringen, wo ihnen Gewalt und Missbrauch in überfüllten Lagern drohen, war und bleibt für MOAS keine Option. Daher hat die Initiative ihre Mission verlagert: nach Südostasien, wo Angehörige der Rohingya-Minderheit vor Verfolgung aus Myanmar fliehen. Die meisten von ihnen stranden in Bangladesch in Notunterkünften ohne Sanitäranlagen, es herrschen Krankheit und Hunger. Zudem hat der Monsunregen im Sommer 2018 viele Behausungen zerstört. MOAS bietet vor Ort umfassende medizinische und psychologische Versorgung: In zwei Hilfestationen haben bereits 69.000 Rohingyas und Anwohner*innen Hilfe bekommen.

Derweil bleibt die Situation für Menschen, die übers Mittelmeer fliehen, und NGOs in Europa weiterhin schwierig, die europäische Politik hat noch keine langfristige Lösung gefunden. MOAS fordert eine humanitäre europäische Strategie, damit Menschen auf der Flucht sicher und auf legale Weise Schutz in Europa finden können. Dieses Ziel verfolgt die Initiative, die ihren Sitz in Malta hat, schon seit ihrer Gründung vor vier Jahren.

Mann beißt Hund unterstützt die Arbeit und Ziele der Rettungsorganisation MOAS aus Überzeugung. Seit 2015 übernehmen wir unentgeltlich die Pressearbeit in Deutschland.

Dieser Text entstammt unserem Newsletter „Wuff-Sendung“, in dem wir etwa acht Mal im Jahr über Trends in der Kommunikation berichten, Tools vorstellen und Tipps geben. Wer keine Ausgabe verpassen möchte, registriert sich hier.

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