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Mindmapping mit MindMeister

Projekte planen, Notizen in Konferenzen machen, brainstormen über Distanzen hinweg, ein Team managen: Das Online-Mindmapping-Tool MindMeister macht koordiniertes, kreatives Arbeiten einfach. Wir nutzen die Applikation für das Projektmanagement und gemeinsames Nachdenken mit einigen unserer Kunden. Hier ist unsere Einschätzung.

Wofür eignet sich das Tool?

Mindmap statt Stichwort-Liste: Um Projekte übersichtlich und einzelne Aspekte in ihren Zusammenhängen darzustellen, haben sich Mindmaps bewährt. Sie unterstützen den kreativen Denkprozess durch strukturiertes Arbeiten und Zusammenfassen. Mit dem Online-Tool MindMeister, vor zehn Jahren von den Münchner Gründern Michael Hollauf und Till Vollmer entwickelt, lassen sich Mindmaps auch in Teams erstellen, die nicht gemeinsam an einem Ort arbeiten (können). Man kann Änderungen einfach umsetzen und sie in Echtzeit allen Projektbeteiligten zur Verfügung stellen. Es lassen sich Dokumente anhängen und die Dateien in andere Formate wie PDF exportieren.

Abbildung von MindMeister.

Wie funktioniert MindMeister?

Registrierung, fertig, los: Den kostenlosen Account erstellt man in zwei Minuten (Name, E-Mail-Adresse, Kennwort), danach ist alles selbsterklärend. In der Basis-Version kann man drei Mindmaps kostenlos erstellen. Für fast alles weitere braucht man jedoch eines der Abos.

Ein wenig appelliert MindMeister an den Spieltrieb: Man kann alles beliebig einfärben und hat jede Menge Symbole zur Markierung. Diese Funktionen sind allerdings auch hilfreich, man kann damit zum Beispiel den jeweiligen Realisierungsstand abbilden, Meilensteine markieren, Arbeitsaufträge vergeben. Ein Klick auf das Plus-Zeichen oben rechts hängt einen Eintrag an den gerade markierten Beitrag an. Einzelne Einträge kann man mit Hilfe des Pfeil-Symbols verbinden und so auch zwischen den Einträgen wandern.

Es gibt zahlreiche Vorlagen, etwa für eine SWOT-Analyse, einen Projektstatusreport oder eine Case Study.

Alle Änderungen in einer Mindmap werden aufgezeichnet und können mit der sogenannten Zeitreise auch wieder abgerufen werden. So bleiben Änderungen immer genau nachvollziehbar und man kann theoretisch sogar einige Schritte zurückgehen und das Projekt phasenweise neu aufstellen.

Screenshot eines Statusreports auf MindMeister.

MindMeister ist direkt angeschlossen an eine komplette Aufgabenverwaltung namens MeisterTask. So können einzelne Arbeitspakete von Projekten direkt Personen zugeordnet werden. Das klingt praktisch – tatsächlich arbeiten wir aber bisher nicht damit, weil unsere Mitarbeiter ihre To-dos in individuellen Systemen pflegen. Und eine Aufgabenliste, die keiner liest, hilft nicht weiter.

Das kostet MindMeister

Im kostenfreien Basic-Paket kann man bis zu drei Mindmaps anlegen und diese mit bis zu drei Teilnehmern bearbeiten. Für alles weitere muss man zahlen. Der Personal-Account ist zwar preislich verlockend, aber für eine professionelle Nutzung nicht nutzbar. Erst mit der Pro-Version für 8,25 Euro pro Monat und Nutzer macht das Tool Spaß. In dieser Version lassen sich beliebig viele Mindmaps anlegen und Benutzer hinzufügen, die Dateien können in Standardprogramme wie Word und Excel oder als PDF exportiert werden und es gibt Team-Statistiken und Berichte.

Alternativen

  • XMind: Die Basisversion für Windows, Mac oder Linus ist ebenfalls kostenfrei. Aber auch hier stehen brauchbare Inhalte erst in der kostenpflichtigen Version zur Verfügung.
  • WiseMapping: Kostenfreies OpenSource Mindmapping-Tool – nicht ganz so schick und komfortabel zu bedienen wie die kostenpflichtigen Apps, aber mit allen wichtigen Funktionen.
  • Apps: Es gibt zahlreiche Apps, die Mindmapping in unterschiedlicher Qualität erlauben, z.B. Mindly oder SimpleMind+

Fazit

Pro: MindMeister ist vielseitig nutzbar – von der persönlichen To-Do-Liste bis zum komplexen Projektstrukturplan. Man muss keine Desktop-Version installieren, die Teilnehmer*innen laden sich gegenseitig per E-Mail ein und es gibt eine kostenlose App für die mobile Nutzung. Auch der Sicherheitsaspekt ist nicht zu vernachlässigen: Der Server steht in Frankfurt am Main, es gelten deutsche Sicherheits- und Datenschutzstandards.

Contra: Die kostenlose und die Personal-Variante sind schon für kleinere Unternehmen oder Gruppen mit vier Teilnehmern nicht mehr geeignet. Und: Es fehlt ein integrierter Terminplaner mit Erinnerungsfunktion.

Dieser Text entstammt unserem Newsletter „Wuff-Sendung“, in dem wir etwa sechs Mal im Jahr über Trends in der Kommunikation berichten, Tools vorstellen und Tipps geben. Wer keine Ausgabe verpassen möchte, registriert sich hier.

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