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Das Ohr an der Masse – mit Social Listening dichter an der Zielgruppe

Orches­ter statt Solist: Mit Soci­al Lis­ten­ing, auf Deutsch „Sozia­les Zuhö­ren“, erfah­ren Orga­ni­sa­tio­nen, Unter­neh­men oder Per­so­nen, was im Netz geschrie­ben und dis­ku­tiert wird. Dar­über hin­aus las­sen sich für bestimm­te Ziel­grup­pen rele­van­te The­men für den Con­tent auf den eige­nen Kanä­len iden­ti­fi­zie­ren. Soci­al Listening-Tools ergän­zen das bekann­te­re Soci­al Media-Monitoring. Sie ermög­li­chen zusätz­lich, her­aus­zu­fin­den, wel­che Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen in wel­chen Debat­ten wel­che Argu­men­te ver­tre­ten.

Für wen ist das interessant?

Soci­al Lis­ten­ing ist vor allem dann span­nend, wenn man eine Mög­lich­keit sucht, öffent­li­che Dis­kur­se zu beob­ach­ten und selbst in bestimm­te Dis­kus­sio­nen ein­zu­stei­gen. Egal, ob es um Kli­ma­schutz, Digi­ta­le Bil­dung oder Kin­der­rech­te geht – heu­te infor­miert man sich in den sozia­len Medi­en, was ande­re dazu sagen. Wel­che Argu­men­te wer­den dis­ku­tiert? Wer ver­tritt wel­che Mei­nung? Wel­che Ver­an­stal­tun­gen sind zu einem The­ma geplant und wel­che Journalist*innen beschäf­ti­gen sich gera­de mit dem The­ma? Über Soci­al Media lässt sich zu die­sen Fra­gen ein aktu­el­ler und umfas­sen­der Über­blick zu ver­schie­de­nen Debat­ten gewin­nen und Kon­takt zu denen knüp­fen, die dar­an betei­ligt sind.

Orga­ni­sa­tio­nen, die in die­se Pro­zes­se hin­ein­hö­ren, bekom­men ein umfas­sen­de­res Bild ihrer Bran­che, als wenn sie nur das Ver­hal­ten ihrer User ana­ly­sie­ren. Das hilft, ins­be­son­de­re in der Gestal­tung des eige­nen Con­tents ziel­ge­rich­te­ter zu wer­den. So kön­nen zum Bei­spiel Unter­neh­men The­men iden­ti­fi­zie­ren, die für einen News­let­ter inter­es­sant sind. Oder Hoch­schu­len: Sie kön­nen bei der Ver­mark­tung ihrer Stu­di­en­an­ge­bo­te dar­an anknüp­fen, was poten­zi­el­le Stu­die­ren­de gera­de inter­es­siert.

Mit Hil­fe der Tools lässt sich aus Gesprä­chen, Bewer­tun­gen, Anre­gun­gen und Ide­en eine Art Stim­mungs­ba­ro­me­ter einer bestimm­ten Ziel­grup­pe erstel­len. Die­se sozia­len Daten machen Trends sicht­bar, iden­ti­fi­zie­ren Mei­nungs­füh­rer und zei­gen Kanä­le, auf denen rele­van­te The­men bespro­chen wer­den.

Diese Tools gibt es

Soci­al Lis­ten­ing beginnt damit, die Such- und Kata­lo­gi­sie­rungs­funk­tio­nen der Soci­al Media Platt­for­men selbst zu nut­zen. Des­halb geht es im ers­ten Schritt nicht um Tools, son­dern um die Ein­stel­lung (Hin­hö­ren) und die Ent­schei­dung, sich Zeit dafür ein­zu­räu­men. Wer schon in den jewei­li­gen Kanä­len unter­wegs ist, kann mit eini­gen der fol­gen­den Tools sys­te­ma­ti­scher und zeit­spa­ren­der vor­ge­hen.

Twit­ter: Schon mit Hil­fe von ein­fa­chen Hashtag-Abfragen oder der Erstel­lung von öffent­li­chen oder pri­va­ten Lis­ten kann man The­men beob­ach­ten. Über die Web-Anwendung Tweet­deck kön­nen die­se Abfra­gen in einem Dash­board über­sicht­lich ange­legt und stän­dig erwei­tert und aktua­li­siert wer­den. Da es Tweet­deck nicht für mobi­le End­ge­rä­te gibt, bie­tet sich als Alter­na­ti­ve Hoot­sui­te an. Mit der kos­ten­lo­sen Vari­an­te las­sen sich drei Social-Media-Kanäle steu­ern und es gibt eine ein­fa­che Analytics-Funktion.

Goog­le: Mit der Funk­ti­on Goog­le Trends das Such­ver­hal­ten der Google-User zu einem bestimm­ten Begriff, etwa #Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft nach­zu­voll­zie­hen. Der Dienst ist kos­ten­los und bil­det sehr aktu­ell ab, was gera­de viel dis­ku­tiert wird.

Kia­lo: Das kos­ten­lo­se Dis­kus­si­ons­tool Kia­lo funk­tio­niert über Fra­gen. Es wur­de ent­wi­ckelt, um Dis­kus­sio­nen „über der Gür­tel­li­nie“ füh­ren zu kön­nen, im freund­li­chen und mei­nungs­star­ken Dis­kurs. Von den gro­ßen phi­lo­so­phi­schen Fra­gen etwa nach dem Sinn des Lebens bis zu klei­nen Pro­ble­men des All­tags wird alles dis­ku­tiert. Man kann auch selbst Dis­kus­sio­nen ansto­ßen. Die Pros und Cons wer­den ein­ge­sam­melt und in einem Baum dar­ge­stellt.

Men­ti­on: Ähn­lich wie Goog­le Alerts durch­sucht das ein­fach zu bedie­nen­de Pro­gramm Men­ti­on Face­book, Twit­ter, Foren, News­sei­ten, Blogs und Ähn­li­ches nach Begrif­fen, die Sie bestim­men und infor­miert über Tref­fer in Echt­zeit. Mit der kos­ten­lo­sen Basis­ver­si­on las­sen sich drei Alerts ein­rich­ten. Wer Zugang zu Sta­tis­ti­ken haben und Daten expor­tie­ren möch­te, braucht die (kos­ten­pflich­ti­ge) Pro-Version.

Dar­über hin­aus gehen Pro­gram­me wie die kos­ten­pflich­ti­ge Vari­an­te von Hoot­sui­te oder auch Syn­the­sio, Talk­wal­ker und Brand­watch. Die Diens­te sind zum Teil sehr teu­er, loh­nen sich aber unter bestimm­ten Umstän­den, etwa, wenn ein neu­es Ange­bot lan­ciert wer­den soll. Da die Gesprä­che im Netz heu­te alle rele­van­ten Dis­kus­sio­nen auf­grei­fen, kann im Prin­zip jeder, ob glo­ba­les Unter­neh­men oder gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on, Nut­zen aus dem Soci­al Lis­ten­ing zie­hen. Wel­chen Auf­wand man betrei­ben will, bestimmt, wel­ches Tool sich dafür anbie­tet.

Die­ser Text ent­stammt unse­rem News­let­ter „Wuff-Sendung“, in dem wir etwa acht Mal im Jahr über Trends in der Kom­mu­ni­ka­ti­on berich­ten, Tools vor­stel­len und Tipps geben. Wer kei­ne Aus­ga­be ver­pas­sen möch­te, regis­triert sich hier.

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