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Referenzen Arbeitsbeispiele

Wissenschaftskommunikation für eine Lärmstudie

Kunde: Umwelt- und Nachbarschaftshaus

Die Gemeinnützige Umwelthaus GmbH (UNH) ist eine Tochter des Landes Hessen. Ihre Aufgabe ist es, den Dialog über die Wechselwirkungen des Flughafens und der Region und zwischen den einzelnen Akteuren im Rhein-Main-Gebiet zu moderieren und zu verbessern. In dieser Funktion beauftragte das Umwelthaus 2011 die bislang umfangreichste deutsche Studie über die Auswirkungen von Verkehrslärm auf den Menschen: die NORAH-Studie („Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health“).

NORAH Logo

Das Logo der NORAH Studie stammt nicht von uns, sondern vom wissenschaftlichen Konsortium.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht der Fluglärm – ein Thema, das im Umfeld des Frankfurter Flughafens seit Jahrzehnten starke gesellschaftliche Konflikte auslöst. Mit der Studie wurde ein interdisziplinäres Konsortium aus neun renommierten wissenschaftlichen Einrichtungen beauftragt. Beteiligt sind zum Beispiel die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dresden, die Universität Gießen und die TU Kaiserlautern.

Unsere Aufgabe ist es, die wissenschaftlichen Methoden und Ergebnisse aller fünf Teilstudien von NORAH allgemeinverständlich in die Öffentlichkeit zu bringen, und zwar überregional, also über die Rhein-Main-Region hinaus. Hauptziel der Kommunikation ist, dass die Qualität und Einzigartigkeit der Studie von den widerstreitenden Interessensgruppen rund um den Flughafen anerkannt wird.

Schienen-, Straßen- und Fluglärm

Wie wirken Schienen-, Straßen- und Fluglärm zusammen? Auch das war eine der Fragestellungen der NORAH Studie. Zur Visualisierung fanden wir dieses Foto.

Leistungen

Kommunikationskonzept
Wir begannen unsere Analyse mit einer Tour durch die Region, um unterschiedliche Positionen zum Fluglärm kennenzulernen und tiefer in die Thematik einzusteigen. Auf dieser Basis und in Workshops mit Auftraggebern und Wissenschaftlern entwickelten wir Grundsätze, Botschaften und Maßnahmen für die Kommunikation der Studie.

Pressekonferenzen
Die Studie wird in zwei Etappen veröffentlicht: Eine erste Teilstudie, die NORAH-Kinderstudie, lag schon im November 2014 vor. Wir organisierten eine Pressekonferenz im Frankfurter Literaturhaus, passend zum Thema „Lesefähigkeit von Kindern unter Fluglärm-Einfluss“. Für alle Journalisten, die nicht vor Ort sein konnten, gab es ein Livestreaming im Netz. Die Ergebnisse der anderen vier Teilstudien werden im Oktober 2015 auf einer zweiten Pressekonferenz sowie auf einer großen internationalen Fachkonferenz, der ICANA, präsentiert.

Design und Bildwelt
Ausgehend von einem bereits bestehenden Logo entwickelten wir ein einheitliches Erscheinungsbild der Studie für Website, Newsletter, Printprodukte und Werbematerialen wie zum Beispiel Roll-Up-Displays.

Online-Kommunikation
Wir konzipierten die neue Website www.laermstudie.de und füllten sie mit Inhalt. Bei der Umsetzung arbeiteten wir mit dem Internetdienstleister des Umwelthauses zusammen. Die Seite bündelt alle Informationen rund um die Studie und ist die zentrale Plattform zur Veröffentlichung der Ergebnisse. Um Interessierte über den Fortschritt der Studie auf dem Laufenden zu halten, geben wir den NORAH Brief heraus. Der Newsletter berichtet unter anderem über aktuelle Veranstaltungen, porträtiert beteiligte Wissenschaftler und weist auf Termine hin.

Broschürenreihe „NORAH Wissen“

Titelseite NORAH Wissen Nr. 4

NORAH Wissen Nr. 4 veröffentlichte die Ergebnisse der Kinderstudie.

Die wissenschaftlichen Berichte der einzelnen Teilstudien umfassen mehrere hundert Seiten, ebenso die Zwischenberichte über die Methodik. Wir filtern daraus die für die breite Öffentlichkeit relevanten Informationen heraus und stellen sie in schmalen, leicht verständlichen Broschüren zusammen. Zusammen bilden sie die Reihe „NORAH Wissen“ mit insgesamt 12 Ausgaben. Zu jeder Teilstudie produzieren wir zunächst eine Ausgabe über die Methoden, damit Interessierte diese schon verarbeiten und diskutieren können, bevor die Ergebnisse vorliegen. Die Ergebnisse der Teilstudien erscheinen dann in weiteren Ausgaben von NORAH Wissen. Zudem gibt es ein allgemeines Heft zur NORAH-Studie sowie eines zur Berechnung der akustischen Daten.

 

Über die besonderen Herausforderungen bei der Kommunikation der NORAH-Studie haben wir auch gebloggt:

Auf dem 8. Forum Wissenschaftskommunikation am 30.11.15 in Nürnberg diskutierten wir die Kommunikation zu NORAH mit Kollegen aus anderen Institutionen. Auf dem Podium: Günter Lanz, Geschäftsführer der gemeinnützigen Umwelthaus GmbH, Studienleiter Prof. Rainer Guski und Bettina Brohmann vom Ökoinstitut. Hier gibt es einen Audio-Mitschnitt davon:

Weitere Bilder

  • NORAH Pressekonferenz im Frankfurter Literaturhaus, November 2014
  • Interview Prof. Maria Klatte
  • NORAH Wissen